Urlaubsnachlese
Eine schöne und ereignisreiche Woche zusammen mit meiner Liebsten liegt hinter mir, und wahrscheinlich wird meinem Webumzug demnächst endlich auch der physische folgen. Ich bin gespannt, obwohl Umziehen generell ätzend ist. Sagt einer, der das schon sieben Mal hinter sich hat…
Springer kauft ProSiebenSat1
Obwohl ich auch versucht bin, das zu begrüßen, was ein Stiegler verurteilt, schafft es der Ordoliberale in mir nicht, den angekündigten Erwerb des Fernsehsenderkonglomerats ProSiebenSat1 durch den Axel-Springer-Verlag für eine gute Sache zu halten. Auch wenn es mir die “Yellow Press” der Finanzwelt wie z.B. die Wirtschaftswoche ständig einzureden versucht, kann ich “Marktkonsolidierungen” per se nichts Gutes abgewinnen. Ich wünschte mir eher, nicht nur die Medienwelt würde vielfältiger.
Die von den politischen und medialen Konkurrenten angestimmten Meinungsweltuntergangsarien teile ich allerdings nicht. Der politische Beitrag der Saban-Gruppe tendierte bisher gegen Null: Jede An- wäre da eine Bereicherung.
Schönbohm und die Ossis
In Sachen Ostdeutschland werde ich stets meinem (so lange es nicht um Religion geht
) Bruder im Geiste Boche ein unbedingtes Prä einräumen. Also habe ich seiner wohlabgewogenen Beurteilung auch nichts Besonderes hinzuzufügen. Höchstens die Feststellung, dass es eine Krankheit gibt, die wohl überwiegend Politiker betrifft: Interview-Diarrhoe.
Bundesliga-Start
Ich hätte wohl doch wetten sollen: Dass mein Verein wieder mit einem Unentschieden beginnt, lag auf der Hand. Schade, dass die so schöne Woche mit dieser Eintrübung enden musste. Also werden meine Jungs wohl wieder nicht Meister. Dann hoffe ich auf’s “second best”: Bitte auf keinen Fall wieder die Bayern!
Künast als Reinkarnation Colberts
Die Reaktionen auf Künasts Appell lagen auf der Hand. In einem Land, in dem mathematische und ökonomische Ignoranz als Zeichen von Weltläufigkeit gelten, muss man wohl die Nazi-Keule auspacken statt die seit Jahrhunderten überholte ökonomische Fundierung zu entlarven. Oder die Kritik als letztlich gegen den Euro gerichtete zu erkennen (was Künast aber selbst nicht begriffen haben dürfte).
