Sinnkrise
Ab und zu überfällt mich das Bedürfnis, meinen Freiheitsanspruch aufzugeben und mich in eine der herkömmlichen Schubladen einzuordnen.
Was bin ich also?
Links definitiv nicht. Der Gedanke, es gäbe so etwas wie einen Determinismus in der Geschichte der Welt, beleidigt mich. Und der Wunsch, die Ergebnisse produktiven Handelns zu nivellieren, befremdet mich.
Also rechts? Hm, mit “Nation” und “Vaterland” kann ich nur begrenzt etwas anfangen. Beides ist wohl irgendwie auf Deutschland und mich anwendbar, aber ich beziehe keine politischen Impulse daraus.
Dann liberal? Zum Liberalismus scheint ja ein gewisser Relativismus zu gehören. Jedenfalls fühlen sich Liberale aller Art sehr angepinkelt, wenn sich Konservative dagegen aussprechen. So liberal bin ich nicht. Ich lasse jedem seinen Weg des Scheiterns, aber ich bestehe für mich darauf, dass es einen Wertmaßstab gibt, der mir von außen (=Gott) vorgegeben ist.
Also Individuum Rayson? Es gäbe wahrlich Schlimmeres, meine ich
