Unfrisiertes

13.08.2005

Linux-Wunder

Filed under: Computerisches - Rayson @ 19:11

Ok, ich probiere es schon seit einigen Jahren, auf Linux zu wechseln, weil ich Monopole einfach hasse und auch nicht abgeneigt bin, mehr über meine Kiste hier herauszufinden - einmal eine von Grund an aufbauen hat sich doch einfacher als vermutet herausgestellt. Nebenbei gesagt ist mir Linus viel sympathischer als Bill. Oder als Richard.

Seitdem ich vor einem Jahr die damals aktuelle Version von Kanotix auf meine Festplatte gepackt und durch ständige “apt-gets” immer mehr auf den aktuellen Stand eines Debian Sid gebracht hatte, konnte ich erstmals meinen Wunsch in die Realität umsetzen.

Jetzt hat mich jedoch mal die Neugier gepackt, Celestia auszuprobieren. Nur brauchte ich dafür die 3D-Beschleunigung des herstellerseitigen Nvidia-Treibers. Kano sei Dank war ein solches Skript denn auch installiert, bloß fand ich danach damals, wie so viele Linux-User auch, die Schriften auf meinem Bildschirm einfach ätzend. Verwaschen und unscharf, allesamt, selbst unter der VMWare-Maschine, in die ich Windows mittlerweile verbannt habe. Ich habe viel probiert, aber geholfen hat nix. Wenigstens Celestia lief.

Heute war mal wieder ein “apt-get upgrade” fällig, schließlich gab es neue XOrg-Treiber und vieles mehr. Erinnerung: Ich mag keine verwaschenen Schriften. Danach war mein Problem gelöst: Keine unklaren Schriften mehr, denn die grafische Oberfläche lief erst gar nicht. Kleiner Schock. Linux-User sind zwar ebenso wie alle anderen Computer-Anwender Ärger gewohnt, fühlen sich aber durch zahlreiche Mitteilungen ihres Rechners und entsprechende Boards im Internet eigentlich auf der sicheren Seite. Doch mich packte der Ehrgeiz. Zwar kam ich mit dem GNU-Treiber “nv” dennoch in mein KDE, aber der brachte nicht die 3D-Performance, die Celestia will, und ich wollte alles.

Was macht der Kanotix-Jünger in solchen Fällen? Er öffnet eine Konsole und tippt “install-nvidia-debian.sh” ein. Den Rest macht Kano, und das macht er verdammt gut. Wie durch Zauber: Der X-Server läuft unter dem Nvidia-Treiber, und die Schriften bestechen durch Klarheit.

Keine Ahnung, warum die Addition von zwei Problemen und einer potenziellen Lösung ein sauberes System ergibt, aber Kano ist mein Held!

UPDATE: Die berühmten unscharfen Schriften unter dem Linux-Grafikserver X-Windows füllen ganze Websites. Manchmal, wenn man seinen TFT an einem DVI-Ausgang zu hängen hat, liegt es auch nur an einer falsch eingestellten Auflösung…

2 Comments »

The URI to TrackBack this entry is: http://unfrisiertes.blogsome.com/2005/08/13/linux-wunder/trackback/

  1. Guck mal hier: http://www.finger.zeig.net/index.php?s=Linux

    Ich bin bei Windows geblieben (bisher jedenfalls),weil ich beruflich auf die Office-Anwendungen angewiesen bin. Es gibt keine adäquaten Programme in der Linux-Welt für Excel und Access. Wenn ich mal in Rente gehe werde ich mir vielleicht einen Traum verwirklichen und mir einen MAC kaufen.

    Comment by apollon — 14.08.2005 @ 9:46

  2. Hm, wenn du DOS-erfahren bist, sollte Linux ja wirklich kein besonderes Problem sein. Ich habe auch schon einige Versuche hinter mir (ungefähr vor 8 Jahren wohl das erste Mal), aber Debian-basierte Distributionen wie Kanotix oder Ubuntu sind mittlerweile fast narrensicher (und die Aktualisierung mit apt-get einfach zu schön). Vor allem, wenn man über einen DSL-Router ins Netz geht und sich deswegen mit der Einstellung der Einwahloptionen nicht mehr herumquälen muss. Das Hauptproblem ist natürlich die fehlende Treiberunterstützung durch Hardware-Hersteller. Da muss man mitunter vor dem Kauf genauer hinschauen.

    Ich brauche beruflich auch viel Excel und Access - nicht unbedingt, weil es unter Linux keine Alternativen gäbe, sondern weil ich natürlich tunlichst dieselbe Software wie meine Kunden nutze und ich VBA doch besser kenne als StarBasic oder Java -, aber das Problem ist ja lösbar: Dual Boot oder Virtuelle Maschine. Wine scheint noch Probleme mit Access zu haben. Aber unter VMWare (ok, nicht billig, aber ständiges Booten nervt) klappt alles reibungslos.

    Tja, der Mac… Ich habe auch noch ein iBook, aber auf dem läuft mittlerweile Kubuntu :-) Im Vergleich zu Windows und Linux ist das Softwareangebot für den Mac doch etwas arg übersichtlich, und wenn man mal etwas tiefer einsteigen will, landet man eh bei Unix…

    Comment by Rayson — 14.08.2005 @ 12:45

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>


Get free blog up and running in minutes with Blogsome
Theme designed by Alex King