Fiktion und Wirklichkeit
Es steht heute in SPON: “WIEHLTAL-PROZESS - Angeklagter entschuldigt sich bei Witwe des Lkw-Fahrers”
Der Angeklagte selbst äußerte sich erstmals in dem Verfahren. “Ich entschuldige mich bei der Witwe des Lkw-Fahrers, es war der größte Fehler meines Lebens”, sagte er im Gericht. Im August 2004 soll der Angeklagte mit seinem Pkw auf der A 4 bei Olpe den Lastwagen von der Fahrbahn gedrängt haben.
So weit, so tragisch. Aber:
Die Verteidigung dagegen halte eine Strafe von einem Jahr auf Bewährung für angemessen, sagte Anwältin Ulrike Tasic … Tasic betonte hingegen, ihr Mandant habe sich nicht wie ein “Verkehrsrowdy” benommen. Der Unfall sei ein “tragisches Unglück” gewesen. Der Strafantrag der Staatsanwaltschaft sei eindeutig “überhöht”.
Ulrike Tasic? Die Ulrike Tasic? Hat da ein armer Angeklagter Show und Realität verwechselt? Weiß SAT1 eigentlich, was es da tut?

Die Gerichtsshow-Anwälte und -Richter sind meines Wissens echt. Richter werden wie auch für andere Sachen freigestellt, was meiner Meinung nach aber nicht richtig ist. Die sind Beamte auf Lebenszeit, wenn die meinen im Privatfernsehen oder auch als Abgeordnete besser zu fahren, dann sollen sie den Dienst quittieren. (Nebenbei: Wie sollen wir Deutsche bei solchen Vorbildern Risikobereitschaft lernen?)
Comment by marcc — 13.09.2005 @ 8:56
Ja, die Anwälte sind echt. Ich frage mich eben nur, ob da einer die Tasic allein wegen ihrer Fernseh-Prominenz genommen haben könnte…
Comment by Rayson — 13.09.2005 @ 12:35