Werbung, zielgruppengerecht
Aus irgendwelchen Gründen will mein Popup-Blocker manchmal nicht, wenn ich dilbert.com ansurfe. Dann erfahre ich die Segnungen modernen, zielgruppengerechten Marketings, dem man sich nicht entziehen kann:

Eine Software, die zum Schüttelreim einlädt und dann über das Sexualverhalten gewisser Skandinavier Auskunft gibt…
Aber wer hat in einem dunklen Winter nicht Angst vor Frösten? Und das erratische Verhalten mancher Typen in der Blogosphäre hat mich schon immer irritiert. Nett auch, dass der Anbieter die Installation seiner Software empfiehlt. Besonders hervorzuheben aber ist, dass er sich offensichtlich die Mühe gemacht hat, meine bevorzugten Spracheinstellungen aus dem Browser-Header zu entnehmen, um damit für meine Belustigung zu sorgen. Warum er dann das Betriebssystem (”isch ‘abe gar keine registerdatenbank”) aber ignoriert?
Ich versuchte also, mich dem Charme dieses Angebots zu verweigern und klickte auf “Abbrechen”. Daraufhin erschien diese wichtige Meldung:

Jetzt wäre ich als potenzieller Anwender doch etwas unsicher. Ich soll die Software herunterladen, nur um sie zu scannen und darauf zu hoffen, dass mein Computer sie dann auch findet? Also wieder “Abbrechen”. Und die Show geht weiter:

Eigentlich mag ich das nicht, wenn eine Software hinausposaunt, sie wolle mein System scannen, um Fehler zu erzeugen. Aber hier war ich des Stumpfsinns müde und klickte das Fenster weg, ohne dafür die schöne, plötzlich ihres “Abbrechen”-Begleiters verlustig gegangene “OK”-Taste zu wählen. Was nutzt mir die Bestätigung, dass Ad- und Spyware frei von zusätzlicher Ad- und Spyware ist?
